Stellungnahme von Klaus Schuch

zum Thema: Vorschlag für die Beteiligungsregeln

Kurzbeschreibung: ad Förderquote und nicht-basisgeförderte außeruniv. Einrichtungen SSH in marktnahen Projekten

Stellungnahme: Die Simplifizierung im Sinne einer 100% Förderquote für direkte Kosten und einer anteilsmäßigen Förderung des OH in Höhe von 20% ist prinzipiell zu begrüssen. Tatsache ist, dass aufgrund der unterschiedlichen Zuteilung von "block grants" der öffentlichen Hand (also des Steuerzahlers), die Universitäten die Gewinner sind und die außeruniv. nicht-basisgeförderten Forschungseinrichtungen - wieder einmal - im Vergleich dazu schlechter abschneiden (obwohl insgesamt die Situation generell leicht besser ist als in RP7 - s. oben). Dieser systematische strukturelle Nachteil für private (nicht basissubventionierte) außeruniv. Forschungseinrichtungen sollte daher endlich auf nationaler Ebene gelöst werden.

Die Definition von "marktnahen" Projekten sollte eine sehr enge sein und selbst in solcherart deklarierten Projekten sollte der sozialwissenschaftliche Anteil herausgetrennt werden und mit 100% gefördert werden, da ansonsten das Ziel eines umfassenden Innovationsansatzes wieder einmal nicht erreicht werden wird, weil sozialwissenschaftliche - insbesondere gemeinnützige - Forschungseinrichtungen abgeschreckt werden, sich an solchen Projekten mit einer bloß anteilsmäßigen 70%-Förderung und 20%-OH zu beteiligen. Sollte hier keine Verbesserung erfolgen, müßte eine nationale Zusatzfinanzierung bereit gestellt werden. Damit könnte im übrigen mit relativ wenig Geld eine hohe Innovationshebelwirkung erzielt werden.